Gelesen: Star Wars – Prinzessin Leia (Comic Kurz-Review)

Ich habe mich gestern am dem Nachhauseweg selbst belohnt und habe mir spontan beim Bahnhofskiosk den Star Wars Sammelband Prinzessin Leia geholt. Zur Auswahl stand außerdem Kanan – Der letzte Padawan. ich habe mich allerdings für den Leia Comic entschieden, weil ich mit Rebels und den Charakteren darin noch nicht so recht warmgeworden bin.

Inhalt

Prinzessin Leia also. Die lange Zeit einzige wirklich bekannte weibliche Heldenfigur in der Star Wars Saga. Ein nur dem Anschein nach zerbrechlicher Charakter voller Willensstärke, Überzeugung, Zynismus und dem Hang das Richtige zu tun.

Das spiegelt sich tatsächlich auch im Band wieder. Prinzessin Leia setzt quasi direkt nach dem Abspann von Episode IV ein – noch auf der Siegesfeier der Rebellenallianz. Han und Luke tragen schon ihre Medaillen (Chewie geht weiterhin leer aus… Skandal!) und Leia Organa erinnert an die Opfer von Alderaan. Schnell wird klar, dass Leia in den Reihen der Rebellen nicht ganz unkritisch beäugt wird. Da das Imperium nun den Standort der Rebellenbasis kennt, muss schnell gehandelt und ein neuer Standort für einen neuen Stützpunkt (habe ich hier Hoth gehört?) gefunden werden. Es bleibt keine Zeit zur Trauer. Und genau das wird Leia Organa vorgeworfen. Schließlich seien nicht nur ihre (Zieh-) Eltern auf Alderaan getötet worden, sondern beinahe das gesamte Volk und das Vermächtnis des Planeten. Natur, Poesie, Philosophie, Kunst und Küche teilte das Volk von Alerdaan immerhin bereitwillig mit dem gesamten Universum.

Nachdem das Imperium also ein Kopfgeld auf die Prinzessin ausgesetzt hat und Gerüchten zufolge Jagd auf überlebende Alderaaner macht, zögert Leia nicht lange und macht sich auf die Suche nach den Überbleibseln ihres Volkes um das kulturelle Erbe in die Zukunft zu führen.

Präsentation

Die broschierten 128 Seiten sind hochwertig gedruckt. Das Cover reduziert die namensgebende Heldin für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr auf die Heldenpose. Gut gelungen ist es aber allemal.

Der Zeichenstil unterscheidet sich deutlich von Imperium in Trümmern. Prinzessin Leia ist weniger kontrastreich und die pastelligen Farben wirken viel gedämpfter. Allerdings passt das gut zum lockeren Zeichenstil, der viele Details gerne auch nur mal andeutet und somit ein Stück weit der eigenen Vorstellungskraft überlässt. Letztlich bleibt es dem eigenen Geschmack geschuldet, ob er gefällt oder nicht.

Die spannende Story voll Bangen, Hoffnung, Zerwürfnisse, Antipathien und Verrat ist auf jeden Fall lesenswert, wenn es auch ein bisschen Pathos sein darf. Letztlich gibt sie Prinzessin Leias Charakter, ihren Überzeugungen und vor allem dem unsäglich untergegangenen Alderaan tatsächlich einiges an Tiefe. Daher: absolut lesenswert!

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Filmfan, Musikliebhaber, schwäbischer Sith-Akolyth und Hypetrain-Lokführer.

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