Angeschaut: Mad Max Fury Road

Eine neue Reihe in meinem Blog, die sich mit Filmen beschäftigt? Wurde auch Zeit! Ich habe nämlich den neuen Mad Max gesehen und muss was dazu loswerden.

Bildquelle: warnerbros.com http://www.warnerbros.com/mad-max-fury-road?bd=&bg=&bt=&bp=1

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Gestatten? Das ist Max. Er ist verrückt. Dieses Mal wirklich. Während der Charakter in den ersten drei Filmen gar nicht mal so wirklich verrückt zu sein schien, plagen den neuen Max in Fury Road tatsächlich Visionen. Und auch sein Verhalten ist ein bisschen mehr… verrückt. Aber das fügt sich prima in seine Umwelt ein, denn Mad Max Fury Road ist definitiv Mad, furious und furios. Alle sind auf ihre Weise komplett durchgedreht und frönen dem Wahnsinn. Mit einem heftigen Sonnenstich lässt sich diese dystopische Welt nicht mal annähernd erklären. Kulte regieren und besinnen sich auf den Ursprung der menschlichen Zivilisation und Kultur. Und wenn man das Hirn ausschaltet und sich treiben lässt, funktioniert das auch prima. Der fantastische Cast passt wie die Faust in die Fresse, in die dieser Streifen schlägt: heftig! Tom Hardy macht einen guten Job und versucht gar nicht erst seinen Vorgänger zu verkörpern. Dieser Max ist neu und funktioniert ebenso blendend wie seine Kollegen. Charlize Theron reiht sich mit ihrer Performance in die Riege tougher Filmfrauen ein und ist einfach eine Badassette.

Schon nach wenigen Augenblicken verschlägt es Pechvogel Max von einer ausweglosen Situation in die nächste. Erst ist der Film sehr physisch und Max muss körperlich einiges durchstehen. Doch dann folgt eine so dermaßen bis ins kleinste Detail perfekt durchchoreografierte Materialschlacht, wie ich sie selten gesehen habe. Wer einen Actionfilm erwartet, wird überrascht sein, wie hoch Fury Road die Messlatte für künftige Actionfilme legt. Furios! Auch das Art-Design steht diesem Anspruch in nichts nach. Die Detailverliebtheit von Regisseur George Miller und der Spaß an der Inszenierung steckt in jeder Sekunde des Films. Jede Gruppe und jeder Charakter ist großartig aufgelegt – zumindest von der Optik und Erscheinung her. Denn Mad Max war noch nie ein Fest für besonders anspruchsvolle Filmfreunde. Wer aber an den ersten drei Filmen Spaß hatte (Hand auf’s Herz: Teil 2 Der Vollstrecker ist bislang der Mad Max gewesen, den ich noch am ehesten als gelungenen Film bezeichnen würde), hat ein Faible dafür, worauf Miller steht: Bildgewalt, krachende Action und jede Menge zerstörtes Blech und gebrochene Knochen, während es nicht immer Sinn ergeben muss, was man sieht. Und genau in diese Kerben schlägt Fury Road – und perfektioniert diesen Anspruch an die Anspruchslosigkeit der Story.

„Ich habe tierisch Bock den abgefucktesten, kaputtesten, durchgeknalltesten und wahnsinnigsten Film zu drehen, den die Welt je gesehen hat.“

So oder so ähnlich muss sich George Miller an den Film gesetzt und die Geldgeber von Mad Max Fury Road überzeugt haben. Denn genau das ist der Film geworden. Genau der Mad Max, den Miller schon immer hat drehen wollen.

Das Urteil: 10/10 – Wer die ersten drei Filme zu schätzen wusste, wird Fury Road lieben.

Wer bei den Vorgängern schon nur die Nase rümpfen konnte, sollte lieber weiter seiner Zierblumen-Zucht nachgehen und dem Kino fernbleiben.

 

 

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Filmfan, Musikliebhaber, schwäbischer Sith-Akolyth und Hypetrain-Lokführer.

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